Anwalt für Sozialhilfe | SGB XII kostenlos

Anwalt für Sozialhilfe | SGB XII kostenlos

Ein Anwalt für Sozialhilfe kann Ihnen helfen Ihre rechtlich bestehenden Ansprüche durchzusetzen, insbesondere bei fehlerhaften Bescheiden. Ob Sie Anspruch auf Erhalt von Sozialhilfeleistung haben und in welchem Umfang dieser sich konkret bemisst, ergibt sich zum Großteil aus dem SGB XII.

Kostenlose Rechtsberatung bei Sozialhilfe

Im Sozialrecht und somit auch bei der Sozialhilfe gilt die Besonderheit, dass eine rechtliche Beratung durch einen Rechtsanwalt für den Empfänger von Sozialleistungen kostenfrei ist. Dies gilt gemäß § 8 aE SGB XII auch für die Sozialhilfe. Als Finanzierungsmodell der Rechtsberatung dient in den meisten Bundesländern die Beratungshilfe sowie die Prozesskostenhilfe.
Der Empfänger von Sozialhilfeleistungen muss folglich nicht befürchten, den Erhalt oder Nichterhalt sowie den konkreten Umfang gewährter Sozialhilfeleistungen ohne Überprüfungsmöglichkeiten hinzunehmen. Ein Anspruch auf Sozialgeld besteht regelmäßig für Personen im Alter oder bei verminderter Erwerbsmäßigkeit. Genau genommen ist das der Fall, wenn das gesetzliche Rentenalter erreicht wurde oder der Antragsteller weniger als drei Stunden am Tag arbeiten darf. Die Leistungen können als Dienst-, Geld- sowie Sachleistungen erbracht werden. Die Sozialhilfe darf insbesondere nicht mit dem Arbeitslosengeld II verwechselt werden. Der Erhalt von Sozialhilfe ist gegenüber dem Erhalt von Leistungen nach dem SGB II (Hartz4) gemäß § 2 Abs. 1 SGB XII nachrangig.

Warum ein Anwalt?

Einen Fachanwalt oder eine Kanzlei für Sozialrecht aufzusuchen ist empfehlenswert. Die Experten sind mit der Materie vertraut und der Service für Sozialhilfeempfänger kostenlos. Voraussetzungen und Umfang werden durch die Sozialgesetzbücher (SGB I bis SGB XII) festgelegt. Für die Empfänger von Leistungen sind die Voraussetzungen für die Förderungsmöglichkeit sowie der konkrete Umfang oftmals nicht richtig nachvollziehbar. Dies liegt an den ohnehin nicht leicht überschaubaren Sozialgesetzbüchern sowie an der sich ständig ändernden Rechtslage.

Finanzierung durch Beratungshilfe

Rechtsberatung und Rechtsverfolgung zum Thema Sozialhilfe kann sowohl gerichtlich als auch außergerichtlich erfolgen. Mit der Beratungshilfe werden außergerichtliche Tätigkeiten finanziert. Die bekannteste ist das Widerspruchsverfahren. Aus §§ 8, 11 SGB XII ergibt sich folgendes: auch der Gesetzgeber hat erkannt, dass nicht jede*r Rechtssuchende die finanziellen Mittel für eine Rechtsberatung aus eigener Kraft aufbringen kann. Aus diesem Grund steht Einigen die Möglichkeit der Inanspruchnahme von Beratungshilfe als eine Form von Sozialhilfe zu. Um einen Anspruch auf Beratungshilfe durchzusetzen, müssen Sie lediglich einen entsprechenden Antrag bei Ihrem zuständigen Amtsgericht stellen.

Finanzierung durch Prozesskostenhilfe

Manchmal wird dem Mandanten im Rahmen des Widerspruchsverfahrens nicht oder nicht zureichend abgeholfen, wodurch das Aufsuchen des Gerichts für die Rechtsdurchsetzung unumgänglich wird. Es kommt zur Klage. Auch hierbei fallen Verfahrenskosten an, die sich aus Anwaltskosten und Gerichtskosten zusammensetzen. Diese Kosten sollen selbstverständlich nicht einkommensschwachen Personen zur Last fallen und aus diesem Grund gibt es die Möglichkeit einen Antrag auf Prozesskostenhilfe zu stellen. Die Bewilligung des Antrags hängt dann allerdings von den Erfolgsaussichten des jeweiligen Rechtsstreits ab.

Rechtliche Grundlage für Sozialhilfeleistungen

Welche Leistungen von der Sozialhilfe erfasst werden, ergibt sich insbesondere aus § 8 SGB XII. Dazu zählen folgende Bereiche: Eine derartige Notlage kann dabei verschiedene Ursachen haben, wie zum Beispiel Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder ein zu geringes Renteneinkommen. Das Ziel der Sozialhilfe besteht darin, dem Betroffenen eine menschenwürdige Lebensführung zu verschaffen. Als fundamentales Prinzip der Sozialhilfe gilt der Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Wie kommen Sie in den Sozialhilfebezug?

Um in die Sozialhilfeleistung eingegliedert zu werden, müssen Sie einen Antrag bei dem zuständigen Sozialamt Ihrer Stadt bzw. Kommune stellen. Eine Antragstellung kann auch telefonisch durch den Betroffenen oder einen Dritten erfolgen. Ob Ihnen ein Anspruch auf den Erhalt von Sozialleistungen zusteht, hängt von Ihrem Einkommen und Vermögen ab. So hat derjenige, der beispielsweise seinen Lebensunterhalt durch Erwerbseinkommen bzw. sein Vermögen selbst bestreiten kann, keinen Anspruch auf Sozialhilfe. Auch ALG II-Empfänger (Hartz 4-Betroffene) haben keinen Anspruch auf Sozialhilfe.